Pressestimmen 2001

Buchbinderei mit zweitem Standbein

Erschienen in: "Oschatzer Rundschau"

Ab Juni Endfertigung von Kalendern jeglicher Art mit neuer Technik

Wermsdorf. Dem auf­merksamen Betrachter ist es nicht verborgen geblieben. Kurz nach der feierlichen Einweihung des neuen Betriebsgebäudes der Buchbinderei Johst im vergangenen Jahr, gibt es auf dem Gelände im Gewerbegebiet schon wie­der Bautätigkeit.

„Wir wollen zukünftig die Endfertigung von Kalendern jeglicher Art übernehmen", so Geschäftsführer Thomas Johst zum Zweck des neuen Anbaus. „Häufige Kundenanfragen haben uns auf die Idee gebracht, dieses zweite Standbein zu schaffen."

Am 13. November im vergangenen Jahr erfolgte der erste Spatenstich. Noch im Dezember war das Dach fertig. Zurzeit sind die letzten Bauarbeiten im Gange, so dass Ende März der Anbau bezugsfertig sein wird. „Wir haben uns für die Endfertigung der Kalender drei neue, halb- und vollautomatisch arbeitende Maschinen angeschafft", zeigt Thomas Johst auf. „Mit diesen können wir verschiedene Auflagen der uns von der jeweiligen Druckerei zu Verfügung gestellten, fertigen Kalenderblätter zusammenführen, stanzen und schließlich das Endprodukt fertig stellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kalender mittels Drahtklammertechnik oder der neuen Wire-O-Bindung herge­stellt wird."

Mit dieser Erweiterung hofft Unternehmer Johst auf weitere Aufträge aus der Region, um den Standort noch sicherer zu machen. Denn Kalender werden in vielen Institutionen, Krankenkassen, vom Landkreis oder von Unternehmen als Werbemittel benötigt.

Ab Juni wird auch Johsts Buchbinderei die Produktion aufnehmen können. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn in der zweiten Jahreshälfte beginnt die Herstellung von Kalendern für das neue Jahr.

 

 

Chef investiert eine dreiviertel Million Mark und bastelt Frösche

Erschienen in: "Oschatzer Allgemeine"

Buchbinderei Johst in Wermsdorf lud Fachleute zum Tag der offnen Tür

Wermsdorf. Bei diesem Kalender ist nichts, wie man es kennt: Der erste Tag des Kalendariums ist der 14. Juni 2001. Es endet ganze 20 Mona­te später in der Silvesternacht 2002. Das ist nicht etwa eine EU-Neuver­ordnung oder ein Beamtenstreich, sondern ein kleiner Werbegag des Wermsdorfer Unternehmers Tho­mas Johst. Zum Tag der offenen Tür in seiner Buchbinderei am Fasa­nenholz hatte er für Fachbesucher 750 besondere Kalender gebunden. Sie zeigen Fotos mit Origami-Motiven, die japanische Kunst des Papierfaltens. Für die Produktion hat­te sich Johst auch selbst hingesetzt und einen Papierfrosch gefaltet. „Das war ja eine Heidenarbeit. Ich habe stundenlang gefriemelt", sagt der Geschäftsführer. Aber er hatte schließlich die Idee zum Projekt und gab sich Mühe.

Eigentlicher Anlaß des Tags der offenen Tür am Donnerstag war je­doch wirtschaftlicher Art. Johst hat nach eigenen Angaben eine drei­viertel Million Mark in einen neuen Anbau und eine neue Fertigungsmaschine gesteckt. Im 100-Quadratmeter großen Anbau steht eine sieben Meter lange Zusammentrag-Maschine, eine computergesteuerte Anlage zur Kalenderfertigung. Dafür hat Johst einen neuen Mitarbeiter eingestellt. Buchbindermeister Dirk Böhm kann nun Auflagen von 100 Stück bis mehr als 50 000 Stück fertigen, bis zu 2000 Kalender in der Stunde. Den Origami-Kalender sah Geschäftsinhaber Johst als Aufhänger, um kreative Leute aus 20 Druckereien und mehreren sächsischen Verlagen anzulocken. „Mein Ziel war es, Geschäftskunden zu informieren und mich im Gespräch zu halten", sagte Thomas Johst. Die Lage in seiner Branche bezeichnete er als „weiterhin gewohnt kritisch", dennoch wolle er optimistisch bleiben. In nächster Zeit werde er zwei Mitarbeiter wiedereinstellen. Dann gehören zur Buchbinderei insgesamt zwölf Mitarbeiter. Anerkennende Worte für das Wermsdorfer Unternehmen fand Ralf Ludwig: „Es ist ein modernes, ordentliches Haus mit vielen Möglichkeiten", sagte der Verkaufsmitarbeiter der Papiergroßhandelsfirma Igepa aus der Nähe von Leipzig.


Von Katrin König

 

 

Einblick in Buchbinderei

Erschienen in: "Oschatzer Rundschau"

Eindrucksvolle Vorstellung der Kalenderfertigung im Wire-O-Verfahren

Wermsdorf. Origami und Buchbinden vereint die Liebe in der Bearbeitung des schö­nen Mediums Papier, im spezi­ellen in Falt- und Falztechnik.

Was lag also zur Einweihung der neuen Kalenderendfertigungsstrecke im Wire-O-Verfahren in der Buchbinderei Johst näher, als einen speziell gestalteten Kalender zum Thema „Origami" aufzulegen. Nicht nur, dass dieser Kalender durch ein hervorragendes Layout besticht, nein, darüber hinaus bietet er einen sicheren Überblick über die einzelnen Kalendertage des Zeitraumes zwischen Juni 2001 und Dezember 2002. Also gut 18 Monate in einem Kalender.

Eingeladen hatte Thomas Johst am vergangenen Donnerstag, um die fertig gestellte Kalenderproduktion den zahlreichen Gästen und Geschäftsfreunden zu präsentieren. Wei­terhin konnte man ein Blick hinter die Kulissen der Buchbinderei werfen sowie sich über die Druckweiterverarbeitungstechnik informieren. Fachkompetent betreute dabei Johsts Mitarbei­terteam die Gäste, erläuterte Funktion und Arbeitsweise der Maschinen, die zum Teil hochmodern, zum Teil aber auch schon historischen Charakter tragen und zeigte mit Stolz das in den letzten Monaten Geschaffene. Stolz kann Thomas Johst auf sich und seine Belegschaft allemal sein. Schließlich investierte er kurz nach der Fertigstellung der neuen Buchbinderei nochmals eine dreiviertel Million in einen weiteren Anbau. Mit Zuversicht nach vorn blicken, Geschäftskontakte pflegen und neue Ideen entwickeln – so die Devise des Wermsdorfer Geschäftsmannes. Da sollte trotz der allgemein schlechten Wirtschaftslage geschäftlicher Erfolg vorprogrammiert sein.

Übrigens: Bei Kalendern mit Wire-O-Bindung werden die Bögen mit Rückpappe zusammengetragen. Ein angebrachter Drahtkamm ermöglicht es, dass der Kalender bequem umgeblättert werden kann.


Von Tilo Schroth

 

 

Weihnachtsgrüße aus der Colmregion

Erschienen in: "Oschatzer Rundschau"

Die Zeit der Kalender hat begonnen

Wermsdorf. Nur noch wenige Tage, dann beginnt das neue Jahr. Damit man auch immer einen Überblick über die einzelnen Tage hat, Geburtstage oder Termine nicht vergisst, gibt es bekanntlich eine Fülle der verschiedensten Kalender. Manche davon sind einfach auch nur begehrte Kunstwerke.

 

So auch der schon zum Kult gewordene Pirelli-Kalender. Diesen gibt es auch wieder in begrenzter Auflage für das Jahr 2002. Top-Models und andere Persönlichkeiten zieren hier jeden Monat. Beeindruckend sind die Aufnahmen vom Februar-Girl, Amy Smart. Aber auch der Juli im Pirelli-Kalender hat es in sich. Dieser zeigt Kiera Chaplin, die Enkelin vom unvergessenen Charlie Chaplin.

Nicht weniger interessant ist der Origami-Kalender von der Wermsdorfer Buchbinderei Thomas Johst. Er griff für seine Motive die Jahrhunderte alte japanische Kunst des Papierfaltens auf. Aus einem meist quadratischen Blatt Papier entstehen zauberhafte Figuren. Wer die Origami-Welt und den Spaß am Papierfalten einmal erfahren hat, wird fasziniert versuchen, mit jedem Stück Papier neue Formen zu entwickeln. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Origami ist fast 1000 Jahre alt. Am japanischen Kaiserhof war es von Beginn an ein sehr schöner Zeitvertreib. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Origami auch außerhalb des Kaiserhofes bekannt und verbreitete sich rasch. Es wurde in Japan zur Volkskunst. Auch heute noch findet man die Kunst des Papierfaltens im japanischen Alltag. Großeltern, Eltern und die Kinder lieben es, aus einem Stück Papier eine wundervolle Figur zu zaubern. Natürlich wurde Origami mit der Zeit auch außerhalb Japans bekannt. Immer mehr Menschen in anderen Ländern begeistern sich für diese Kunst.

Origami ist das Falten von Papier, es erfordert Konzentration, fördert die Fingerfertigkeit und regt die Phantasie an. Die Figuren können in unterschiedlichster Art verwendet werden. Man kann Mobile zusammenstellen, einen Blumenstrauß für das Geburtstagkind binden, man kann mit dem Gebastelten spielen oder einfach als Gebrauchsgegenstand benutzen, oder, oder…

Einen sehr schönen Einblick in die Origami-Welt gewährte der zur Eröffnung der Kalenderproduktion in der Buchbinderei Johst präsentierte Origami-Kalender. Mit diesem außergewöhnlichen Kalender traf das Wermsdorfer Unternehmen voll ins Schwarze, so dass alle bisher produzierten Kalender aus der Lagerhalle verschwunden sind.


Von Tilo Schroth

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