Pressestimmen 2005

Buchbinderei Johst nimmt Erweiterungsbau in Betrieb

Erschienen in: "Oschatzer Allgmeine"

Aus dem Geschäftsleben – Buchchbinderei Johst wächst

Wermsdorf. Man sollte meinen, bis zum Jahreswechsel ist es noch ein ganzes Stück. Nicht so für die Mitarbeiter der Buchbinderei Thomas Johst in Wermsdorf. Bereits jetzt sind sie unter anderem damit beschäftigt, die Kalender für das nächste Jahr zu fertigen. “Bis zu 60000 Stück groß ist die Auflage einiger, der über 300 verschiedenen Kalender, die das Haus sauber gebunden verlassen.

Mittlerweile platzt der Wermsdorfer Betrieb aus den Nähten. Deshalb wurde ein Anbau für den Bereich der Kalenderfertigung nötig. 200 Quadratmeter Produktionsfläche und 90 Quadratmeter Lagerraum werden demnächst eingeweiht.

Als modernen Dienstleister sieht sich die Firma, deren Hauptarbeitsfeld die so genannte Druckverabeitung ist. Mittlerweile hat sich das Unternehmen am Markt etabliert.

Zu verdanken ist das, so Johst, „der Einhaltung der Termine und der hohen Qualität der Produkte welche die Firma verlassen“. Ein eigens eingeführtes internes Qualitätsmanagement soll für eine gute Ausgangsposition im Ringen um Aufträge sorgen. Qualitätschecklisten an jeder Maschine, Stichproben während der einzelnen Verarbeitungsschritte und eine genaue Kontrolle der von den Druckereien angelieferten Materialien begründen den guten Ruf der Firma in der Branche und sorgen für zufriedene Kunden. „Für den Kunden mitdenken“‚ so beschreibt der Chef sein Anliegen.

Eine breite Palette an Artikeln gehören zum Sortiment. Broschüren, Kalender, Flyer und vieles mehr. Und nicht nur die Art der Produkte, sondern auch deren Gestaltung ist vielfältig. Wird an der einen Maschine entweder gefalzt und geklammert, so wird ein paar Meter weiter aus einem eher unspektakulären Flyer durch Stanzungen oder Prägedruck ein hochwertiges Druckerzeugnis.

Eine neue Konturenstanze hat bereits ihre Arbeit aufgenommen und soll das Angehot erweitern. In der neuen Halle wird auch eine neue Maschine Arbeitsprozesse vereinfachen und eine weitere Steigerung der zu bewältigenden Stückzahlen sichern. Vor allem in der Kombination Von handwerklicher Buchbinderei und industriel1er Fertigungsschiene liegt die Stärke des Unternehmens. Deshalb bildet das Unternehmen auch zwei Lehrlinge in der Handwerklichen Buchbinderei aus. „Es gilt bereits jetzt in die Zukunft zu planen“‚ erklärt Johst die Notwendigkeit selbst auszubilden.

Auch Buchreparaturen, das Binden kleiner Auflagen oder von Diplomarbeiten wird in dem Wermsdorfer Betrieb handwerklich perfekt ausgeführt.

Im Januar wird es einen Tag der offenen Tür geben, an dem sich nicht nur Geschäftskunden sondern alle Interessierten in den Räumen umschauen und einiges Wissenswertes erfahren können.

Wermsdorf: Richtfest in Buchbinderei

Erschienen in: "Oschatzer Allgmeine"

Erweiterung bringt knapp 300 Quadratmeter mehr Platz

Wermsdorf. In den vergangenen Wochen wuchs der Rohbau, gestern nun konnten die Mitarbeiter der Buchbinderei Johst und die bauausführenden Firmen Richtfest feiern: Das Wermsdorfer Unternehmen erweitert seinen Firmensitz Am Fasanenholz. Mit dem neuen Gebäude soll mehr Platz für Produktions und Lagerkapazitäten gewonnen werden.

Die Buchbinderei kann sich über gewachsene Aufträge freuen, die letztlich zur Investition in den Neubau führten, um weiter zügig auf Kundenwünsche reagieren zu können, so Geschäftsführer Thomas Johst. Das Unternehmen zeichne sich vor allem durch individuelle Realisierung von Kundenwünschen sowie durch moderne Technik aus. So sollen mit dem Erweiterungsbau auch zwei neue Maschinen – eine für die Ringbindung sowie eine Kontur-Stanze – angeschafft werden.


Von red

 

Johst investiert in neue Lager- und Produktionshalle

Erschienen in: "Oschatzer Allgmeine"

Wermsdorfer Buchbinderei erweitert Kalenderbereich

Wermsdorf (TL). Die Wermsdorfer Buchbinderei Johst erweitert ihren Firmensitz am Fasanenholz. Auf knapp 300 Quadratmetern entstehen derzeit neue Lager- und Produktionsflächen. Außerdem schafft sich das Unternehmen Maschinen an, mit denen die Produktpaletten des Betriebes noch effektiver bearbeitet werden können. Durch die Investition ist auch ein weiterer Arbeitsplatz entstanden. In wenigen Wochen soll der Neubau bezogen werden.

Eine stabile Auftragslage und Nischenwirtschaft, Qualitätsmanagement und individuelle Reaktionen auf Kundenbedürfnisse - die Buchbinderei Johst in Wermsdorf versucht, einer allgemein von Pessimismus geprägten Unternehmerlandschaft die Stirn zu bieten. Der Betrieb investiert in neue Technik und in die Erweiterung des Produktionssitzes am Fasanenholz. Seit drei Wochen wächst neben dem Firmensitz eine neue Lager­und Produktionshalle. Die wird notwendig, um neuen Anforderungen gerecht zu werden.

„Die Investition ist die logische Konsequenz aus der positiven Entwicklung der Auftragslage. Es hat sich herumgesprochen, dass unser Unternehmen in der Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen vielfältig arbeiten kann", nennt Geschäftsführer Thomas Johst die Hintergründe der Expansion. Die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens hat die Buchbinderei auch einem neu eingeführten internen Qualitätsmanagement zu verdanken, glaubt der Chef. Die Prüfung des angelieferten Materials auf übersehene Fehler hat manchem Kunden schon doppelte Herstellungskosten gespart. Ein Service, der sich rumspricht und Aufträge sichert.

Neben 200 Quadratmetern Produktionsfläche entstehen 90 Quadratmeter Lagerfläche. Die wird dringend benötigt, weil die Buchbinderei immer mehr teilfertige Produkte zur Weiterverarbeitung geliefert bekommt. Johst: „Das bedeutet, dass uns beispielsweise Druckereien immer mehr Material für höhere Auflagenzahlen zuschicken. Dafür wird mehr Platz gebraucht. Wir verarbeiten das Material dann zum Endprodukt weiter - Bücher, Broschüren, Kalender."

A propos Kalender: ein Paradebeispiel, das die Erweiterung des Wermsdorfer Unternehmens erklären kann. Im Angebotskatalog der Buchbinderei findet sich auch die so genannte „Wire-O-Bindung" wieder. Eine Ringbindung, wie sie oft bei Kalen­dern verwendet wird. „Die sind immer mehr gefragt. Vor allem zum Jahresende fällt vielen Firmen ein, dass sie noch Werbegeschenke brauchen. Kalender stehen da auf der Liste ganz oben", weiß der Geschäftsführer. In der heißen Phase kommen Aufträge, für die das zwölfköpfige Team (ein Mitarbeiter wurde vor der Erweiterung bereits neu eingestellt) bis zu 5000 Kalender in drei Tagen binden muss. Ohne Maschinen geht das nicht. Die werden größer und moderner. Thomas Johst verrät: „Wir schaffen im Zuge der Erweiterung zwei neue Maschinen an. Eine für die ,Wire-O-Bindung' und eine so genannte Konturstanze." Mit letzterer besetzt das Wermsdorfer Unternehmen eine Nische. In der Region sind die Wermsdorfer die einzigen, die fertig bedruckte Materialien nach Wünschen des Kunden den letzten – aber entscheidenden – Schliff geben können. „Mit der Konturstanze wird die Form der Broschüre oder des Faltblattes verändert", erklärt Johst weiter, „ausgefallene Formen sind gefragter als schlichtes DIN-Format."


Von Thomas Lieb

 

Biblische Fleißarbeit

Erschienen in: "Oschatzer Allgmeine"

Katholische Christen aus dem Dekanat Torgau schreiben die vier Evangelien mit der Hand ab

Wermsdorf/Torgau. Einen – so gibt er es selbst zu – außergewöhnlichen Auftrag hat Thomas Johst erfüllen dürfen. Und einen, im wahrsten Sinne des Wortes biblischen, noch dazu. Aus dem Dekanat Torgau erhielt der Geschäftsführer der gleichnamigen Buchbinderei in Wermsdorf die Bitte, eine Bibel zu binden – über 100 Seiten mit den vier Evangelien des Neuen Testaments: jedes einzelne Wort handgeschrieben.

„Im Jahr der Bibel (2003) fanden sich in und um Torgau sehr viele Menschen, die dieses besondere Buch herstellen wollten. Vom Grundschüler bis zum 80-jährigen Senior schrieben die Katholiken die heilige Schrift ab. Und das, was ihr hier seht, ist dabei herausgekommen", erklärte Thomas Johst den Zweitklässlern der freien evangelischen „Apfelbaumschule" in Schweta, die die christliche Fleißarbeit einmal mit eigenen Augen sehen wollten. Was da vor ihnen lag, war ein drei Kilogramm schwerer Wälzer, der ganz sicher einmalig ist.

Die Schwetaer Schüler waren sichtlich überrascht. „Wie lange braucht man denn dafür?" „Wie viele Seiten hat das Buch?" „Wie schwer ist die Bibel?" – Fragen, zu denen Thomas Johst nicht immer eine Antwort parat haben konnte. Zur Entstehung der Idee bis zur Umsetzung weiß einer mehr zu erzählen – Pater Ansgar Schmidt aus der katholi­schen Gemeinde in Mühlberg, der als Pastoralbeauftragter die zehn Gemeinden des Dekanats für dieses Vorhaben mobilisierte. „Mobilisieren musste ich nicht wirklich. Das Jahr der Bibel war ja dazu gedacht, das In­teresse an der Heiligen Schrift wieder etwas zu fordern." Das dürfte mit diesem Exemplar durchaus gelungen sein. In den zehn Gemeinden des Dekanats – das Teile Nordsachsens, Sachsen-Anhalts und Brandenburg umfasst – sei schnell der Gedanke gewachsen, eine gemeinsame Bibel zu gestalten, die nicht nur Grundlage ihres Glaubens, sondern Ausdruck der Gemeinschaft bedeutete. „,Wir gehören zusammen' – das soll diese Bibel ausdrücken", erklärt Pater Ansgar. Zur Dekanatswallfahrt in Rosenthal wird die Bibel geweiht und wandert dann durch die zehn Gemeinden.

Der Ausflug in die Wermsdorfer Buchbinderei hat sich für die Schwetaer Apfelbaumschüler allein wegen der Bibel gelohnt. „So etwas bekommt man nicht alle Tage zu sehen", gibt auch Klassenlehrerin Ulrike Heinze zu. Aber auch sonst kamen die Schüler voll auf ihre Kosten. Nach einem Rundgang durch die Betriebshallen, einem Schnellkurs zur Buchbinderei und einem leckeren Frühstück erhielt jeder Zweitklässler sein eigenes – ganz spezielles – Lesezeichen aus den Prägemaschinen der Buchbinderei Johst.


Von Thomas Lieb

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